Am Samstag, 30. Mai, öffnen wir unsere Sternwarte für eine öffentliche Sonnenbeobachtung! Von 11 Uhr bis 13 Uhr sind alle Menschen herzlich eingeladen, auf unseren Heimatstern zu blicken.
Wir haben ein Coronado PST Sonnenteleskop. Es besitzt eine Öffnung von 40 mm und eine Brennweite von 400 mm. Selbstverständlich hat das Teleskop spezielle Filter, die nahezu die gesamte Strahlung blockieren, weshalb wir ohne Gefahr mit dem Auge durch das Teleskop blicken können.
Das Sonnenteleskop ist auf einer EXOS 2 Montierung auf die Sonne ausgerichtet
Es kommt nur Sonnenlicht des sogenannten H-alpha-Bereichs durch die Filter. In diesem Bereich sehen wir die Sonne in einem tiefen Rot. Sichtbar sind Sonnenflecke, Strahlungsausbrüche und Protuberanzen.
Was hinter diesen Fachbegriffen steckt, kann live beobachtet werden! Einfach vorbeikommen und mit dem Teleskop sorgenfrei in die Sonne blicken; ins Zentrum unseres Sonnensystems blicken!
Die Sonne aufgenommen mit dem PST und Smartphone als Kamera.
Der Astronomietag war ein voller Erfolg. Wir hätten nie gedacht, dass bei dem bewölkten Wetter unsere Sternwarte so stark aufgesucht wird. Danke!
Wir hatten viele nette Gespräche für die Welt der Astronomie. Unsere Region hat also Astronomiepotenzial. Wir haben es gehofft, doch der Tag brachte die Bestätigung.
Mit dem Ende des Astronomietags endete auch die Normalzeit. Mit der Sommerzeit wird das nächtliche Beobachten in Kombination mit den längeren Tagen eine große Herausforderung. Jetzt müssen passende Arbeits- und Unterrichtszeiten auf guten Bedingungen treffen. Die Vereinbarkeit nimmt Richtung Sommer immer weiter ab.
Andererseits bietet der Frühling eine wunderbare Zeit, die Sonne zu betrachten. Viele Schüler*innen nehmen das Angebot an, auf die geöffnete Sternwarte während der Pausen zu kommen, um in die Sonne zu blicken sowie mit dem Smartphone Schnappschüsse zu machen. Die Sonne in H-Alpha ist eben nicht alltäglich. Sonnenflecken und Eruptionen begeistern nicht selten.
Okularprojektion mit Smartphone aufgenommen. Teleskop: Coronado PST; Okular: ES 70° 20mm; Kamera: Fairphone 4
Im Mai werden wir wieder öffentlich zur Sonnenbeobachtung. Mehr Details in den kommenden Tagen.
Der Orionnebel (M42) mit dem RCX400 und einer Canon 550D aufgenommen. 55 Bilder á 30s Belichtung.
Die zehnte Kalenderwoche des Jahres ist bisher die schönste Woche für die Astrofotografie der Sternwarte gewesen. Wir haben Erfolge zu verzeichnen.
Am 03. März habe ich alleine ein paar Stunden auf der Sternwarte verbracht, um Problemursachen unseres Equipments zu finden. Ein paar schlechte Kabel, schlechte Stromzufuhr und ein Teleskop, das manchmal macht, was es möchte. Dennoch war es ein guter Abend, da ich herausfinden konnte, wie stark die polare Ausrichtung abweicht: Höhe 1° 30″, Azimut 30″. Bearbeiten konnte ich es diesen Abend allerdings nicht, da mir das Werkzeug fehlte.
Einen Tag später war die Sternwarte personell aufgestockt. Kjell und Max waren ebenfalls dabei. Der Arbeitsauftrag war klar: Ausrichtung der Montierung. Das richtige Werkzeug war nun vorhanden. Es wurden aber Stunden der Verzweiflung. Das Teleskop hat mehrfach falsche Bewegungen ausgeführt, ohne dies zu melden. Die Befehle ließen sich nicht abbrechen. Es musste also schlicht die Stromzufuhr unterbrochen werden. Diesen Abend möchte ich schnell vergessen.
Donnerstag hingegen behalte ich gut in Erinnerung. Die Personen in der Sternwarte sind weiter angewachsen. Aaron und Timo waren ebenfalls vor Ort. An wem es nun lag, kann ich nicht sagen, aber die Geräte in der Sternwarte gehorchten wunderbar auf die Befehle und das Alignment war erfolgreich. Der verbleibende Fehler ist bei ca. 1″. Besser wird es mit dieser Montierung einfach nicht. Wir sind zufrieden, denn die Nachführung kann damit gut arbeiten.
Die Zigarrengalaxie (M82) als erstes Testobjekt mit der eingestellten Montierung am RCX400. Gut zu erkennen ist, dass der Fokus noch nicht ganz getroffen wurde. Die Sterne sind ziemlich groß. Das tut dem Anblick des Bildzentrums – also der Galaxie – keinen Abbruch. Strukturen sind deutlich auszumachen.
An dem Abend wurden Bodes-Galaxie und die Zigarrengalaxie über längere Zeit belichtet als Testobjekte für unsere Arbeit. Es hat sich gelohnt. Schön ist immer der direkte Vergleich zwischen Blick mit dem Auge und Blick mit der Kamera. Das Auge erkennt gerade die Galaxie, während die Kamera viele Informationen durch die lange Belichtungszeit sammeln kann.
Freitag folgte ein langer Abend. Die gesamte brauchbare Nacht (bis gegen 01:00) wurde belichtet. Ein erstes Resultat ist im ersten Bild zu sehen. Der Orionnebel wurde lange Zeit aufgenommen und intensiv nachbearbeitet. Die Zeit in der Sternwarte hat sich somit gelohnt. Das schönste Bild von Orion, das ich bisher erschaffen konnte.
Jetzt heißt es nur noch, die letzten technischen Schwierigkeiten überwinden (wie die automatische Kuppelausrichtung zur Teleskopposition), bis die Sternwarte in einem neuen Glanz erstrahlt und mit Leben gefüllt wird.
Die Sternwarte der Gemeinschaftsschule Probstei nimmt am Astronomietag 2026 (28. März) teil. Wir starten ab 15:30 mit einem tollen Programm für alle.
Wenn die Sonne scheint, wird die Sonne mit einem speziellen Sonnenteleskop beobachtet. Ein Anblick, der nicht alltäglich ist, denn normalerweise sollte nie direkt in die Sonne geschaut werden. Zum Abend hin ist der Mond ein faszinierendes Beobachtungsobjekt. Der sogenannte goldene Henkel zeigt sich an diesem Tag. Auch die vielen Krater und Gebirge sind durch ein Teleskop eine völlig neue Erfahrung. Ist es dunkel, stehen die Planeten im Fokus. Mit bloßem Auge nur helle Lichtpunkte am Nachthimmel, doch mit einem Teleskop betrachtet, zeigen sich unvorstellbare Details.
Zusätzlich bieten wir ein Rahmenprogramm, das auch bei schlechtem Wetter funktioniert:
Warum fliegen Astronaut*innen wieder zum Mond?
Was macht den Mond so besonders?
Planeten im Sonnensystem und ihre Vielfalt
Sternbilder über Kulturen hinweg
Die eigene Reise zu fernen Welten
Vorstellung der Sternwarte und des Equipments
Das Wann und Wo
Am 28. März 2026 ab 15:30 Uhr auf der Sternwarte der Gemeinschaftsschule Probstei (Friedhofsweg 6, 24217 Schönberg). Die Sternwarte ist nur über eine Außentreppe zugänglich.
Bei Fragen eine Mail an: felix.mader at gsp-schoenberg.net